Deine Geschichte?

Auf diesem Blog möchte ich prinzipiell anderen von Ciprofloxacin Nebenwirkungen betroffenen Hilfe geben und meine Erfahrungen teilen. Als es mir schlecht ging, war es sehr schwer, hilfreiche Informationen zu finden. Vor allem zu möglichen Therapien gab es nur auf US-Seiten einige Informationen.

Ich möchte jedoch auch den Austausch zwischen Patienten mit Ciprofloxacin Nebenwirkungen fördern. Auch wenn andere Medikamente aus dem Wirkstoffbereich der Flourchinolone dafür verantwortlich sind – ganz egal, das Prinzip ist das gleiche!

Deshalb würde ich mich über Kommentare freuen.

Was ist Deine Geschichte? Wie lange hat es gedauert? Was hat geholfen – und was nicht? Das alles sind sehr wichtige Informationen, bitte teile sie! Vielen Dank!

Deine Angaben werden absolut vertraulich behandelt, die angegebene E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht.

Wichtig:

Bitte beachte: Alle hier angegebenen Hinweise sind Erfahrungsberichte von Laien und spiegeln ihre jeweils individuellen Erfahrungen wieder. Die meist gut gemeinten Tipps können keinen Arztbesuch ersetzen.

Bei jeglichen körperlichen und/oder psychischen Symptomen muss ein Arztbesuch das Vorliegen einer ernsten Erkrankung ausschließen!

2.162 Gedanken zu „Deine Geschichte?

  1. Ich habe schon seit einem Jahr nach Cippro Schübe. Schmerzen in den Handgelenken Diagnose,,Artritis,und Artrose. Erst bekam ich auf beide Seiten,Sehnschendzündung. Ich trage schon seit November Eine Handbandage ,und Rechts Eine Daumen Manschette , ja Schwäche in den Beinen habe ich auch.Cippro ist einfach ein sehr schlimmes Antibiotika. ICH WÜNSCHE DIR Robert, das es Besser wird. Ich nehme jeden Tag Magnesium mit Kalium ein.Es nimmt die Schmerzen ein wenig,es entspannt die Muskeln. .

  2. ich habe heute den Spiegel gelesen und eine Kommentar über die Nebenwirkungen von Ciprofloxacin gefunden, der mir meine Probleme erklärt, ohne dass ich denken muss ich sei plötzlich alt geworden. Ich bin tatsächlich schon älter , war aber immer physisch gesund und leistungsfähig. Wegen einer Divertukulitis habe ich in vergangenen Frühjahr Cyprobay eingenommen, wegen der schlechten Magenverträglichkeit aber früh abgebrochen. Bei einem Rezidiv in diese Januar habe ich es noch einmal 10 Tage genommen. Ich habe den Beipackzettel nicht gelesen!!. Seit einigen Wochen habe ich Schmerzen in Händen , die in die Ringfinger ausstrahlen, inzwischen ist daraus bds, ein schnellender Finger geworden, ich kann nicht mehr richtig zugreifen (Fachausdruck Tendovaginitis stenonsans). Jetzt tut seit einiger zeit zunächst die li, jetzt auch die rechte Achillessehne weh, so dass ich insbesondere morgens kaum auftreten kann, im Verlaufe des Tages wird es etwas besser. Nach dem Artikel gehe ich davon aus, dass ich nicht akut gealtert bin sondern von Nebenwirkungen des Medikamentes betroffen. Ich bin Patient war aber im Berufsleben auch Arzt

  3. Tolle Seite, vielen lieben Dank!! Eine Sache, über die eigentlich niemand schreiben müssen sollte, super beschrieben. Vielen Dank für die hilfreichen Details. Ich wünsche jedem Betroffenen, dass er nicht darunter leidet, bin aber auch andererseits froh, dass es Menschen gibt, mit denen man sich austauschen kann.
    Ob ich tatsächlich „gefloxt“ wurde, versuche ich gerade herauszufinden, von den Symptomen könnte es erschreckend gut passen.
    Auch ich versuche meine Gedanken, Ideen, .. in einem Blog zu sortieren. Ich freue mich, wenn jemand vorbeischauen und sich beteiligen möchte: http://www.sportwerk-pfalz.de

    Liebe Grüße und allen Alles, Alles Gute!

    Carina

  4. Vorweg: Keine Schäden oder Nachwirkungen
    Im Januar 2016 wurde ich in einer Privatklinik (notfallmäßig) operiert. Dem Operateur und dem Anästhesisten lagen meine Diagnosen und Medikamente schriftlich vor. Bei zweien (Ropinirol und Amantadin) bestehen Wechselwirkungen zu Ciprofloxacin, die zu lebensbedrohlichen Zuständen führen können und den Einsatz ausschließen..
    TROTZDEM:
    Zumindest während und nach der Operation erhielt ich C. und bei der Entlassung nochmals ein Rezept über C. 250 mg. Während der Operation sei ich unruhig geworden, man habe das aber in den Griff bekommen.
    Ich habe mich dann sehr bald im „Wechselwirkungscheck“ einer Apothekenzeitung schlau gemacht und in meiner Apotheke nachgefragt – der Waschzettel war nicht aktuell und erst in den Unterlagen für Ärzte wurde ich komplett fündig. Auf telefonische Nachfrage bestätigte mir Stada die Risiken.
    Die Rechnung des Anästhesisten weist während der OP eine Infusion mit Ciprofloxcain aus.
    Am Ende erfuhr ich noch so en passant, dass diese Klinik dieses Antibiotikum generell und vorbeugend einsetzte – ein grober Verstoß gegen die Leitlinien für diese Medikamente.
    Da mir bisher keine Schäden aufgefallen sind und die Operation eigentlich gut verlief, habe ich die Sache auf sich beruhen lassen und nur den Arzt gewechselt.
    Nur um mich zukünftig abzusichern, habe ich alle Unterlagen archiviert und werde mich in Zukunft vorher versichern, ob neben dem Medizinstudium auch Lesen gelehrt wurde.

  5. LINK zum Video des WDR:
    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-gefaehrliche-antibiotika-100.html

    WICHTIG: In der WDR-Sendung Aktuelle Stunde von heute 2.03.2017 wurde dazu aufgefordert, Erfahrungen mit Nebenwirkungen (Fluorchinolone) per Mail, telefonisch oder auf dem Postwege dem WDR mitzuteilen.
    Eine gute Chance, etwas zu bewegen!!!
    Hier die Kontaktdaten:
    Postanschrift:
    WDR-Fernsehen
    Aktuelle Stunde
    Stichwort: Wie klappt’s mit Antibiotika.?
    Stromstr. 24
    40221 Düsseldorf
    Tel.: 0800 / 5678-100
    E-Mail: aktuellestunde@wdr.de

  6. Meine Tochter (22) bekam auf einer Urlaubsreise in Lateinamerika im September 2015 Cipro verschrieben, gegen eine Erkaeltung. Schon am naechsten Tag bekam sie Angstzustaende, sie setzte das Medikament am 2. oder 3. Tag der Einnahme ab, es ging ihr wieder besser. Nach einem halben Jahr begannen Schwindelattacken, Herzstolpern und Taubheitsgefuehle im Kopf, Armen, Beinen und Rumpf, die sogar zu einer zeitweisen Laehmung des Armes fuehrten; diese Taubheitsgefuehle treten immer mal wieder un unvorhersehbar auf. Sie meint, dass Vtamin B, D und Magnesium ihr helfen, die Aerzte fuehren die Erscheinungen entweder auf Stress oder einen gedrueckten Nerv am Kopf zurueck (ausgeloest durch verkrampfte Haltung am Computer). Ich habe nun Cipro im Verdacht. Deshalb meine Frage an die Foristen: Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass Symptome erst ein halbes Jahr nach der Einnahme auftreten? Kennt jemand als Nebenwirkungen diese Taubheitsgefuehle bzw. Laehmungen (Parästhesie)?

    • Hallo,

      die Symptome kommen von Cipro alle Fluorchinolon-Antibiotika können bis zu Monaten später noch zu Nebenwirkungen führen. Die Story + Symptomatik ist zudem eindeutig als Beschwerdebild. Typisch für Ciprofloxacin.

      Mehr Infos + Hilfe gibt es auch unter:

      http://www.fluorchinolone-forum.de

      LG

    • Die Symptome können nach Monaten oder sogar nach Jahren auftreten. Bei mir nach 9 Monaten sehnenentzündung im Daumen mit schnappen sowie kieferknacken. Viele geschädigte berichten über Taubheitsgefühle und lähmungen, auch kribbeln und brennen der haut. Fluorchinolone entziehen einen so gut wie alle nährstoffe …

  7. Ich bin froh diese Seite gefunden zu haben…Auch ich leide seit Anfang des Jahres, nach zweimaliger Einnahme von Ciprofloxacin an heftigen Symptomen: Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit, Muskelzucken, Muskelschmerzen an beiden Beinen, Armen und Rücken…Die Symptome traten bei mir allerdings auch erst nach ca 3-4Wochen nach Einnahme auf. Nehme einmal am Tag Magnesium oral ein… Ist das zu wenig?

  8. Ich bekam im Februar 2017 für 2 Wochen Ciprofloxacin und nochmal eine Woche Levofloxin. Seitdem schmerzt mein ganzer Körper unter den Füßen brennt es wie Feuer.
    Bin ziemlich müde und übel ist mir auch. Habe gestern mit Magnesium 400 mg angefangen. Was kann man noch tun?

    • Hallo Kitti…es gibt bei facebook zwei Seiten…die eine heisst fluorchinolone Hilfe für Betroffene und die andre ciprofloxacin (fluorchinolone) nebenwirkungen …da sind viele betroffene drin die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen oder fluorchinolone Forum….
      Lg kerstin

  9. Ich danke für diesen Blog. Meine Geschichte ist simpel. Vor knapp 4 Wochen bekam ich ein Implantat mit Knochenaufbau im Unterkiefer und sollte fast eine Woche lang Clindamycin 600mg nehmen. Ich hab die Tablette halbiert und diese Hälfte auch nochmal halbiert und somit knapp 1/4 genommen. Und das gerade mal zwei Mal. Wollte eigentlich kein AB aber irgendwie wollte ich doch nichts falsch machen… nun hab ich seit 6 Tagen Missempfindungen auf der Haut. Es fühlt sich wie Regentropfen an- kaltes Picken auf er Haut. Mal am Kopf, auf der Hand , der Zunge, dem Fuß… überall. Alle paar Sekungen. Und überwiegen auf der linken Körperhälfte. Ich war vorgestern beim Arzt und er meinte, es sei die Nebenwirkung von dem AB und wenn es nicht besser wird nach einer Woche, dann kommt das Paket: Blutabnehem und zum Neurologen.
    Was mich erstaunt: Ich hab die Dosis sooooo gering gehalten und trotzdem krieg ich diese Nebenwirkungen. Was ist das für eine Chemiekeule?
    Ich danke wirklich für diesen Blog. Sonst hätte ich an mir total gezweifelt – dieses Gefühl auf der Hut macht einen manchmal irre… und von Tag zu Tag wird es etwas mehr/ hält länger an. Und ich bin gerade am Anfang der Zeit.

    Ich will aber nicht zu viel jammern- ich Tanja nichts im Vergleich zu vielen Berichten hier.

    Ich nehme Magnesium und Kalium – schon alleine deswegen weil ich eh Herzstolpern habe (schon seit 3 Jahren) und es mir etwas das Herz beruhigt und weil ich auch seit Tagen immerwieder Muskelzucken habe (wohl auch eine Nebenwirkung).

    Alles Gute.

    Dodo

    • Hi.

      Nun sind fast 2 Wochen um und es ist keine Besserung in Sicht. Diese Missempfindungen sind nicht weg sondern intensiver im Gesicht zu spüren. Wie ein kalter Regentropfen fühlt es sich an, der nun länger auf der Stelle verweilt (z.b. Lippe oder Wange oder gar Zunge) bis es weg geht. Ja, es ist etwas intensiver geworden. Auch seit der Zeit tut mir mein rechter Fuss weh: zwischen dem Fußballen und der Ferse (mehr zur Ferse hin) tut mir eine Stelle weh. Wenn ich drüber streiche, so merke ich eine Schwellung.

      In 2 Tagen bin ich wieder bei der Hausärztin und fang ab dann an: Blutuntersuchung und weitere Spezialisten besuchen.

      Toll ist was anderes. Und ich wiederhole das nochmal: ich hab ganz wenig von dem Zeug genommen und spüre die Nebenwirkungen.

      Ich berichte in paar Wochen später, was bei den Untersuchungen raus gekommen ist.

      VG

      Dodo

  10. Hallo,
    habe letzte Woche im WDR eine Sendung über Flourchinolone und deren Nebenwirkungen gesehen und alles passte auf meine unerklärlichen Beschwerden. Ich treibe sehr viel Sport (Laufen und Radfahren) und habe vor 2 Jahren plötzlich Probleme unter dem linken Fuß bekommen (Sehnenentzündung des dicken Zehs), so dass ich bis heute nicht mehr ohne Schmerzen unterm Fuß joggen kann. Etwas später bekam ich dann noch eine seltsame Achillessehnen Entzündung, die mich im Sport noch weiter einschränkte (Joggen nur noch mit permanenten Schmerzen). Komischerweise hat es bis heute keinen Einfluß auf die Entzündungen, ob ich viel oder wening Sport gemacht habe. Ein MRT hat ergeben, Achillessehne bereits angerissen und entzündet und darüber hinaus noch Knorpelschäden im Sprunggelenk.
    Darauf hin habe ich meine Krankenkasse kontaktiert und herausgefunden, dass ich im April 2015 wegen einer Bronchitis Ciprofloxacin verschrieben bekommen habe. Normalerweise will ich nach Möglichkeit keine AB nehmen, aber da hatte ich sie genommen. Nach dieser erkenntnis habe ich meine damaligen Trainingsaufzeichnungen durchsucht und festgestellt, dass ich 6, 8, 10 und 14 Tage nach der Einnahme, beim Joggen jeweils „Fußsohlen Probleme“ li und teilweise auch re notiert habe.
    Ich hatte 2015 7 Tabletten (500 mg) genommen und leider nicht die Nebenwirkungen ausreichend gut beachtet, so das z.B. „innerhalb von 48 Stunden nach Einahme Sehnen-Entzündungen oder Sehnen-Risse auftreten können und das auch noch Monate danach.
    Mit dieser Erkenntnis habe ich meinen gesamten sportlichen Bekanntenpreis informiert, dass sie sich nicht – so ohne weiteres – mit so einem gefährliche Medikament behandeln lassen.
    Es ist unglaublich, dass die Deutschen Behörden hier keine Notwendikeit sehen hier – wie auch immer – mehr zu unternehmen und ggf. einen Riegel vor zu schieben.
    LG HvdH

  11. ich bin 9/2015 mit levofloxacin und 8 wochen später mit hohen Dosen 800 mg taegl. mit ofloxacin behandelt worden.SEITDEM BIN ICH IN DER HÖLLE!!!!

  12. Guten Abend, meine Mutter bekam im Dezember 2016 Ciprofloxacin verschrieben (500mg 2x pro Tag) nach 13 Tabletten beendete sie die Einnahme da bereits starke Nebenwirkungen eingetreten sind. Nebenwirkungen: Zittrigkeit, Panikattacken, Angstzustände, starke Kopfschmerzen, „Ameisenlaufen“ im ganzen Körper, Tinitus auf einem Ohr, zeitweise Seheinschränkungen
    Sehnenschmerzen hatte sie nur kurzzeitig am Anfang der Einnahme am Fuß jedoch seither keine Sehnenschmerzen mehr (Sind bei jemanden auch später noch Sehnenschmerzen eingetreten?)
    Depression verschlimmert sich immer mehr nach ca. 4 Monaten (Ende April 2017) wurde sie nach einem Suizidvorhaben in eine Psychatrie eingewiesen die Wochen davor konnte sie bereits gar nicht mehr schlafen (max 1-2 stunden pro Nacht) befindet sich nun in einer Psychatrischen Klinik auf Reha
    Sie nimmt nun ein Antidepressivum mit Schlafwirkung jetzt kann sie 6 h ca. pro Nacht schlafen aber die Nebenwirkung haben sich in den letzten 2 Wochen verschlechtert
    Nun zu meiner Frage: Habt ihr Erfahrung mit der Einnahme von Valium?
    Folgendes haben wir auf Wikipedia gefunden:
    Chinolone passieren die Blut-Hirn-Schranke und hemmen dosisabhängig die Rezeptorbindung des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Dies kann zu Krämpfen führen, die aber mit Valum behandelbar sind.
    Hat jemand Erfahrungswerte? Sind über jede Antwort dankbar!

    • Ich habe durch Cipro , genommen im Oktober 2016, ebenfalls PAnickattacken und Depressionen bekommen . VAlium sollte ähnlich wie Tavor sein. Mir hat es anfangs sehr gut geholfen. Ich konnte 10 Wochen nicht schlafen,täglich nur mit Zopiclon. ciprofloxacin ist teuflisch, es hat mich völlig aus der Bahn geworfen, aber keiner will dieses Medikament als Ursache akzeptieren. ES kann die Hirn Schranke passieren und ist somit ein Teufelszeug!!!!!! Ich musste mich in die Klinik der Psychiatrie einweisen, seit 4 Monaten krankgeschrieben, das ziehen und kribbeln in Armen und Beinen und Muskelschmerzen kommen immer noch in Schueben. Wird man je wieder zu 100 Prozent gesund?

  13. Ist Euch jemand bekannt, der oder die am Ende im Rollstuhl gelandet ist ?
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass das mein Endziel sein wird.
    Es kommt in Schüben mit teilweise völligem kurzem Ausfall der Hüft und Po-Muskulator,
    was dann in einer Gehpause endet und ich habe das Gefühl es wird immer häufiger und schlimmer.
    Es gibt auch noch andere Symptome, mit Schmerzen im ganzen Körper, aber das nicht mehr laufen können ist das schlimmste 😦
    Ich bin gefloxt seit September 2015.

  14. Hallo Zusammen,
    zwar ist dieser Blog schon etwas älter…aber als ich gerade auf diese Internetseite gestoßen bin, wie soll ich sagen: Mir ist das Herz aufgegangen. Endlich,…jemand der genau das versteht, was ich (und sehr viele andere Menschen) durchmachen müssen. Endlich! Ich habe alles gelesen und habe mich und meine Symptome so oft wiedererkannt, dass ich fast nur noch den Kopf schütteln kann. Ich bin einerseits erleichtert, dass ich mit meinen „Problemen“ (endlich nicht mehr) alleine darstehe und auf der anderen Seite maßlos erschüttert, dass heute (2017) immer noch nichts verändert würde. Im Folgenden möchte ich meine Geschichte erzählen…
    Mein Name ist Antonia, ich bin 24 Jahre alt, lebe in Deutschland und studiere momentan „Angewandte Sozialwissenschaften“. Ich bin durch einen sehr lieben Bekannten auf ihre Seite gestoßen, da wir uns leider beide zur Zeit genau mit diesen Themen auseinandersetzen müssen. Ich sollte nicht „leider“ sagen, da diese Themen viel zu sehr verschwiegen werden,…vielleicht ist es besser zu sagen, dass wir im besonderen Maße gezwungen waren uns einmal mehr mit diesen Themen zu beschäftigen.
    Um ihnen meine Geschichte zu erzählen, ist es nötig weiter auszuholen. Alles fing vor etwa fünf Wochen an. Mein Bekannter und ich, sind zwei jung, gesunde und lebenslustige Menschen und lernten uns im vergangenen Jahr kennen. Über die letzten Monate hat sich unsere Beziehung verinnigt, wodurch es passierte das ich – was für Frauen an sich, nichts ungewöhnliches ist – an einer Blaseninfektion erkrankte. Ich ging also zum Frauenarzt und dieser bestätige mit meine Befürchtung, worauf ich ein „Einmalantibiotikum“ verschrieben bekam. Leider bin ich mir nicht mehr sicher, welches Antibiotikum es genau war – da ich meinem Arzt vertraute und mir zu diesem Zeitpunkt keine Gedanke darüber machte. Nach etwa anderthalb Wochen hatte ich nach und nach immer noch Beschwerden und ging noch einmal zu meinem „Vertrauens“-Arzt, dieser bestätigte mir, dass meine Blasenentzündung noch immer vorhanden wäre und verschrieb mir „Ciprofloxacin 100mg“ morgens und abends 1x, über drei Tage – Ich wurde weder über Nebenwirkungen oder ähnliches aufgeklärt. Da ich meinem Bekannten natürlich von der Misere erzählt hatte, und dieser auch „leichte Beschwerden“ wahrnahm, ging dieser ebenfalls zum Arzt…leider zuerst zu seinem Hausarzt (des „Vertrauens“). Dieser hörte sich die Geschichte an, ohne ihn zu untersuchen, und verschrieb ihm „Ciprofloxacin 500mg“ morgens und abends 1x, über fünf Tage. Mein Bekannter, in diesen Themen etwas kritischer als ich, recherchierte über das Antibiotikum und war geschockt welche Auswirkungen dieses haben kann. Er gab diese Informationen direkt an mich weiter und ich war ebenfalls schockiert, dass uns beiden ein „Chemotherapeutikum“ verschrieben wurde, ihm sogar in einer erheblich höheren Dosis als mir (ohne das eine körperliche Untersuchung stattfand!). Mein Bekannter ging darauf hin noch einmal zum Urologen, dieser untersuchte ihn und stelle allenfalls eine „leichte“ Reizung fest…keine Harnwegsinfektion oder ähnliches. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Hausarzt zuvor ein hochrisikobehaftetes Antibiotikum einem völlig gesunden Menschen verschrieben hatte?! Ich konnte es nicht fassen, als er mir davor erzählte.
    Im Verlauf der Einnahme und ebenfalls noch Wochen nach der Einnahme des Antibiotikums, hatte mein Bekannter, schwerste Nebenwirkungen von Seh-und Kortinationsstörungen, Schmerzen in den Gelenken, Schwindel, Kopfschmerzen über Übelkeit, psychischen „Schüben“, Angstzuständen, Suizidgedanken, Schmerzen in Bereichen des gesamten Körpers usw.
    Auch ich selbst, hatte von der geringen Dosis (100mg) starke Stimmungsschwankungen, schmerzende Gelenke, Kopfschmerzen- und Magenschmerzen. Dazu ist zu erwähnen, dass beide Antibiotika bei mir nicht angeschlagen habe. Nach drei Wochen hatte ich zwei Antibiotika genommen und immer noch, laut Urologen – an den ich mich nach Allem wendete – eine Infektion der Blase. Dieser untersuchte per Ultraschall meine Blase und die Nieren und versicherte mir, es wäre alles in Ordnung. Das beruhigte mich etwas, bis er mir neue „Hilfsmittel“ verschrieb. Ich hatte ich vorher die ganze Geschichte erzählt und betont wie kritisch ich gegenüber Cipro. wäre bzw. welche starken Nebenwirkungen ich bereits gespürt hatte. Der Urologe verschrieb mir ein pflanzliches Medikament „Cystinol akut“ über zwei Wochen und zusätzlich „Falls die Beschwerden schlimmer werden sollten“ noch einmal Ciprofloxacin 250 mg über drei Tage. Wie bereits erwähnt, hatte ich ihm die ganze Geschichte bereits erzählt, also auch dass Cipro. scheinbar bei mir nicht anschlägt und trotzdem ging ich mit einem erneuten Rezept aus der Praxis, welches ich natürlich nicht nutze.
    Nachdem ich also fleißig das „Cystinol akut“ nach Anweisung des Urologen einnahm, merkte ich, dass die Beschwerden langsam zurückgingen und es mir nach und nach besser ging. Allerdings hielt dieses Gefühl nicht lange an, die Beschwerden kamen zurück und ich musste Notfallmäßig in die Urologie eines Krankenhauses. Dort wurde ich untersucht und man versichtere mir ich wäre völlig gesund, es könnten noch „Nachsymptome“ sein. Diese erklärte man mir, als eine übermäßige Reizung der Blase, welche sich erst wieder erholen müsse. Um ganz sicher zu gehen wurde ich zusätzlich noch einmal auf die Gynäkologiestadion geschickt um wirklich alles abzusichern. Dort untersuchte mich eine Ärztin, die wiederum in einem ganz anderen Ton sprach. Ihrer Meinung nach wäre noch eine Entzündung der Blase vorhanden, wenn der Patient weiterhin Symptome wahrnäme und daher würde sie mir ein weiteren Antibiotikum verschreiben. (Auch hier kannte die Ärtzin meine Geschichte) Dennoch wurde mir ein Rezept für „Cefuroxim-Saar“ 500mg morgen und abends 1x, über fünf Tage ausgehändigt.
    Nach diesen vier oder fünf Wochen, hat sich meine Sicht auf Ärzte und Antibiotika (gegenüber denen ich schon immer kritisch war und auch von meinen Eltern, in meiner Kindheit, nicht viel bekommen habe) mehr als in negative verändert. Erstens hat mir jeder Arzt etwas anderes erzählt, was mich total verunsicherte und nach und nach wirklich an den Rand der Verzweiflung brachte. Zweitens habe ich selbst erfahren können, wir locker Antibiotika verschrieben werden – die teilweise eine hohe Risikowarnung haben oder in extremer Kritik stehen. Drittens bin ich davon entsetzt wie wenig Ärzte tatsächlich über die Wirkungen bzw. Nebenwirkungen dieser Antibiotika wissen oder vermeitlich nicht wissen. Ich habe alle Ärzte darauf angesprochen und keiner stimmte meiner Sorge zu, entweder „wusste man von nichts“, ich bekam gar keine Antwort oder mir wurde versichert, dass Nebenwirkungen nur in Verbindung mit anderen Antibiotika auftreten würden (dann waren wohl alle Nebenwirkungen, die sowohl ich als auch mein Bekannter verspürten eingebildet?!) Viertens und das hat mich noch mehr aus der Fassung gebracht, dass trotz meiner Bedenken mir immer weitere Antibiotika verschrieben wurde ohne, dass ich über Risiken aufgeklärt wurde und ohne zu bedenken, dass mein Immunsystem generell durch vorherige Einnahmen geschwächt sein müsste. Fünftens, meine Mutter ist vor ca. zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt, konnte diesen aber besiegen und trägt seit dem „nur“ eine leichte Polyneuropathie mit sich. Vor einigen Wochen hatte sie ebenfalls eine Blasenentzündung und ihr Arzt, hatte ihr ebenfalls Ciprofloxacin verschrieben, über fünf Tage. Zwei Wochen danach hatte sie plötzlich Schmerzen in einem ihrer Füße, woraufhin sie zum Orthopäden ging, dieser konnte nichts feststellen. Auch CT und Röntgen konnten nichts erkennen. Ich bin mir mehr als sicher, dass hier ebenfalls Ciprofloxacin eine Rolle spielt. Sechstens habe ich mich selbst über Cipro. und andere Antibiotika informiert und kann nicht fassen, dass in den USA bereits „Black Box Warnings“ für diese Stoffgruppen vorliegen und hier in Deutschland diese Antibiotika weiterhin „wie Bonbons“ an nichts ahnende Menschen verteilt werden. Wie kann es sein, dass sich niemand zuständig fühlt?!
    Ich bin sicher, es gibt tausende solcher Geschichten da draußen und ich hoffe einfach, dass alle diese Geschichten gehört werden um endlich darauf aufmerksam zu machen wie ernst die Lage tatsächlich ist.
    An alle da draußen: wir schaffen das! Mir ging es zwischendrin unglaublich furchtbar und ich dachte, ich würde nie wieder gesund werden…aber es wird besser…nach und nach wird es besser!
    L.G. Antonia

    • Ach Antonia und ihr alle andern – ich bin einfach nur fassungslos und zutiefst erschüttert über alles, was ich seit zwei Tagen auf der Suche nach einer Erklärung für meine Schmerzen und unerklärlichen Probleme da erfahren habe. Ich klammere mich an den Hinweis: …. nach und nach wird es besser! Ich glaube ohne das würde ich in diesem Moment gerade total verzweifeln…

  15. Hallo zusammen

    Vielen Dank für den Bericht. Er hat mir geholfen zu verstehen, dass ich mit diesen Schreckgefühlen nicht alleine bin. Dazu kann ich noch sagen, dass ich diese Gefühle nicht im Zusammenhang mit Ciproflaxin bekommen haben. Diese waren plötzlich da, von einem Tag auf den anderen. Zuvor hatte ich wirklich unglaublich viel Stress, mein Freund sehr krank und alle Last lag auf meinen Schultern. Musste dann noch alleine Umziehen, Kisten schleppten und putzen etc. es war einfach zu viel! Als dann endlich mein Freund eine Diagnose erhalten hat und auf einmal alles lösbar war, genau zu diesem Zeitpunkt fingen diese elektrisierenden Gefühl bei mir an. Verbunden mit unglablichen Ängsten, vorallem Nachts beim liegen und einschlafen. Ein Artzbesuch half mir soweit, dass ich nun weiss, dass mein Herz, wie auch meine Lungen in Ordnung sind. Was aber jetzt? Mein Hausarzt konnte mir nicht weiterhelfen, er gab mir Beruhigungsdragées von „Zeller“ mit. Die nahm ich dann auch fleissig ein, aber eine wirkliche Verbesserung verspürte ich nicht.

    So kam es, dass ich mich bei einer Osteopathin angemeldet Habe. Bei der ersten Sitzung sind dann Tränen geflossen, als sie meine Rückenwirbel „ent-blockierte“ und auf einmal hatte ich das Gefühl, endlich wieder richtig atmen zu können. Heute 5 Wochen später, nach 5 Sitzungen bei der Osteopathin sind die Beschwerden weg! So wie sie gekommen sind, so sind sie auch wieder verschwunden. Neben der Behandlung, nahm ich dann noch jeden Abend 2 Hopfen Tabletten und 30 Tropfen Baldrian und das wirklich konsequent!

    Ich kann nur empfehlen einen wirklich guten Osteopahten aufzusuchen, ich bin begeistert! (Auch zu empfehlen bei Blasenentzündungen!) Euch allen wünsche ich viel Glück und die Hoffnung, dass auch bei euch die Beschwerden verschwinden.

    Herzliche Grüsse
    Eve

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