Verlauf

Wie lange dauern die Ciprofloxacin Nebenwirkungen?

Das ist die wichtigste Frage, die jedes Cipro-Opfer hat.

Manche Mediziner sagen „Der Stoff ist längst aus dem Köper raus, das kann keine Nebenwirkung von Ciprofloxacin sein.“

Haha. Jeder, der an diesen Zuständen leidet, der weiß, dass das nicht sein kann. Irgend etwas ist da, vielleicht ist es nicht Ciprofloxacin selbst. Es ist die Angst, dass das Ciprofloxacin im Körper etwas zerstört haben könnte, vielleicht etwas an den Nerven, das nie wieder heilt.

Doch heute weiß ich, dass das nicht so ist. Irgendwann verschwinden die Symptome!

Es hat bei mir etwa 2,5 Monate (10 Wochen) gedauert, bis ich das erste Mal für mehrere Tage symptomfrei war. Meine „normale“ Belastbarkeit war insgesamt für drei Tage wieder da. Das Zittern war fast weg, ebenso der Schwindel und andere Symptome.

Um so schlimmer war es, dass alles wieder zurück kam. Heute weiß ich, dass die Symptome in „Wellen“ kommen. Nach jeder Erholung kam bislang auch wieder ein Rückfall. Das ist deprimierend, aber anscheinen normal. Es wird von verschiedenen anderen Websites bestätigt. Auf survivingcipro.com findet sich dieser Verlauf.

Ich würde meinen Verlauf etwa so skizzieren:

Ciprofloxacin Nebenwirkungen

Auf einer anderen Website fand ich diese Informationen:

  • Milde Fälle mit leichten Ciprofloxacin Nebenwirkungen brauchen bis zu 3 Monate
  • Mittelschwere Fälle brauchen 6-12 Monate
  • Schwere Fälle brauchen über ein Jahr

Es gibt nur sehr wenige extreme Fälle, die seit bekannt werden dieser Symptomatik nicht komplett verschwunden sind (u.a. litten diese Patienten aber an epileptischen Anfällen, etc.)

Ich schätze mich selbst als mittelschweren Fall ein. Die wirklich schlimmen Muskelschmerzen und schmerzende Stellen auf der Haut hatte ich bislang noch nicht. Zunächst war es mein Ziel, bis zum Jahresende (3,5 Monate) wieder fit zu sein.

Heute weiß ich, es waren insgesamt 14 Monate, bis die Symptome soweit verschwunden waren, dass Normalität wieder einkehrt ist…

Den genauen Verlauf habe ich auf den folgenden Seiten beschrieben:

Woche 1-4: Der Anfang

Monat 2-5: Die schlimmste Phase

Monat 6-10: Das Comeback

Nach 14 Monaten: Der Spuk ist vorbei

Informationen zum Verlauf, Schüben und Rückfällen

74 Gedanken zu „Verlauf

  1. Hallo, bei mir fing der Leidensweg an, bevor ich es überhaupt wirklich gemerkt habe. Geschweige denn mit dem Mittel in Verbindung gebracht habe.
    Letztes Jahr kurz vor Weihnachten hatte ich eine Blasenentzündung. In der Notaufnahme (natürlich war die Blasenentzüdung wieder am Wochenende) bekam ich das Antibiotikapulver, welches man nur einmal nimmt.
    Die Entzündung wurde minimal besser. Am nächsten Tag war Heiligabend und ich wollte nicht schon wieder ins Krankenhaus. Daher fragte ich bei einer befreundenten Apothekerin ob sie mir ein Antibiotika geben könnte und ob ich im Nachhinein das Rezept nachreichen dürfte.
    „kein Problem“
    Was soll ich sagen?! Sie schon mir Cipro 250 mg über den Tisch.
    Sie hätte damit gute Erfahrung gemacht.
    Und tatäslich: nach der ersten Tablette war die Entzündung weg.
    Ich nahm das ganze Päckchen wie angegeben durch.
    Dann dachte ich ein Jahr nicht mehr an das Antibiotika.

    Im Januar 20 war ich in der Sprechstunde meines Hausarztes. Kurz zuvor hatte ich einen ganzen Tag ein „stolperndes Herz“ gehabt.
    Ich kannte dies schon, aber so schlimm war es noch nie. Vorher hatte ich diese Herzstolpern vllt. alle 2 Monate einmal gehabt.
    Jetzt kam es immer wieder.
    Er überwies mich zu einem Internisten. Dieser konnte nichts Schlmmes feststellen.

    Zudem hatte ich im Januar immer wieder Depressive Schübe. Ich schob es damals auf meine Schilddrüse.

    Im März hatte ich dann jeden Abend schlimme Schmerzen in den Fußsohlen. Ich habe einen kleinen Sohn und einen Hund. Daher bin ich immer viel zu Fuß unterwegs.
    Ich schob es auf meine abgelaufenen Schuhe und besorgte mir neue Einlagen.
    Irgendwann war der Schmerz wieder verschwunden.
    Nach ca. 2 Monaten.

    Seit September leide ich unter vermehrten Haarausfall und Kopfhautjucken. Ob dies nun in Verbindung mit meiner Cipro Einnahme steht, kann ich nicht genau sagen.
    Ich wurde dieses Jahr auf Thyroxin wegen einer Schilddrüsenunterfunktion eingestellt.

    Jetzt hatte ich letzte Woche wieder eine Blasenentzündung.
    Mein Hausarzt, den ich schon habe seit ich meinen Kinderarzt nicht mehr aufsuche, hatte mir bei meinem letzten Besuch auf mein Bitten wieder Cipro 250 mg verschrieben.
    Ich hatte ihm erklärt, dass ich ausgerechnet immer Wochenends Blasenentzündung bekäme und daher um ein Antibiotikum für zu Hause gebeten, welches ich bei Bedarf einnehmen könnte.
    Er war nicht begeistert von meinem Wunsch für Cipro. Es würde aktuell sehr in der Kritik stehen. Aber da ich es das erste mal „gut“ vertragen hatte und laut meiner Kartei eine Reihe von Unverträglichkeiten durch Antibiotika vermerkt waren, verschrieb er es mir doch.

    Großer Fehler.
    Nach dem ersten Tag der Einnahme verspürte ich ein Ziehen in meinem Daumen.
    Ich googlete am 3. Tag der Einnahme das Antibiotika. Was ich dort lesen musste, wird jedem hier bekannt sein.
    Ich setzte Cipro nach 2, 5 Tagen wieder ab.
    Die Blasenentzündung kam nicht wieder. Dafür die Beschwerden.
    Und mit meinen akutellen Beschwerden habe ich wahrscheinlich auch nur die „milde“ Form der Nebenwirkungen erwischt.

    Heute ist Sonntag. Die letzte Einnahme fand am Mittwoch statt. Seit dem habe ich immer wieder Muskelschmerzen, Müdigkeit und Schmerzen in den Füßen.
    Ich fühle mich richtigt ausgelaugt.
    Das Schlimmste aber ist das Kribbeln, welches im Ruhezustand stattfindet. Gerade abends vor dem TV werde ich fast wahnsinnig.
    Füße und Hände kribbeln so, als würden sie gleich einschlafen.

    Ich habe eine tolle und für meine Vorstellungen „seriöse“ Seite über Cipro im Internet gefunden. Welche ist jeden ans Herz legen kann:

    http://www.fluorchinolone.info

    hier wird geraten Magnesium 600 mg über den Tag verteilt einzunehmen.
    Zudem habe ich mir Uridin Pulver bei Amazon bestellt. Dies soll die Nerven regnieren.

    Aktuell ist es morgens am Schlimmsten und wird über den Tag besser. Spaziergänge tun gut.
    Abends kommen leider die Nervenreizungen wieder hinzu….

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