Monat 6-10

Auf einmal ging es mir richtig gut. Im Februar wurde deutlich, dass die Wellen mit den Symptomen immer schwächer wurden und die Abstände, in denen sie auftraten, wurden immer länger. Den Übergang in eine Phase, in der ich überhaupt keine Symptome mehr spürte, nahm ich überhaupt nicht bewusst wahr. Irgendwann im März merkte ich erstmals, dass ich schon lange nicht mehr an meine Ciprofloxacin-Nebenwirkungen gedacht hatte. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man das Leid vergisst, sobald es einem besser geht.

Für mich waren März und April ganz normale Monate. Den ersten Mai feierte ich auch noch völlig unbesorgt mit Familie und Freunden in einem Freizeitpark.

Doch wenige Tage später holte mich die Realität wieder ein.

Am Sonntag, den 5. Mai 2013, fing aus heiterem Himmel mein Herz an zu rasen. Wie schon so oft stieg sofort die Angst in mir hoch. Ich hatte keine Erklärung, woher dieses Herzrasen auf einmal kommt. Ich wurde furchtbar kurzatmig. Die Situation verschlechterte meine Laune rapide. Vor allem, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass es sich um einen Rückfall handelte. Die Ciprofloxacin-Nebenwirkungen waren mit einem großen Paukenschlag zurück gekehrt.

Am darauf folgenden Tag schien der Spuk jedoch schon wieder vorüber zu sein. Gut gelaunt ging ich ins Büro, ich war froh, dass es vorbei war. Ich erinnere mich noch genau, wie ich an der Kaffemaschine stand und mit Kollegen im Small-Talk war. Plötzlich „rumpelte“ es in meinem Brustkorb. Es fühlte sich an wie ein Stromschlag in der Brust, der sich wellenförmig im Körper ausbreitete. Sofort war die Angst zurück. Was war das? Ein Herzaussetzer?  War das die Erklärung für das Herzrasen gestern?

In den nächsten Tagen (ich musste leider bis Donnerstag auf einen Termin beim Kardiologen warten) wiederholte sich dieses Gefühl von Herzrhythmus-Störungen mehrmals täglich. Für zwei bis drei Sekunden hatte ich dieses extrem unangenehme Gefühl im Brustkorb, jeweils gefolgt von einer starken Adrenalin-Welle. Teilweise glaubte ich zu fühlen, wie ein bis zwei Herzschläge einfach fehlten. (Ich weiß bis heute nicht, ob das wirklich so ist.)

Die Untersuchung beim Kardiologen mit EKG, Belastungs-EKG und Untraschall lieferte keinen Befund. Mein Herz sei organisch und elektrisch zu 100% in Ordnung – im Gegenteil, für mein Alter sei alles sogar noch besonders gut und ohne Befund. Die von mir geschilderten Symptome konnte der Kardiologe nicht einordnen. Eine in seltenen Fällen beobachtete Verlängerung der QT-Zeit durch Chinolone (wie Ciprofloxacin) im EKG konnte nicht beobachtet werden.

Was war mein Problem? Ich weiß es bis heute nicht. Meine Recherchen haben ergeben, dass sowohl Angst-Patienten als auch Schilddrüsen-Patienten mit einem HT-Syndrom über ähnliche Sensationen berichten, die jedoch allesamt sehr unangenehm aber wohl harmlos zu sein scheinen.

Mit Hilfe eines ganz leichten Betablockers konnte ich die unangenehmem Zustände von Herzrasen und Herzpochen vor allem beim Einschlafen reduzieren. Nach drei Wochen gingen auch die merkwürdigen Sensationen im Brustkorb wieder vorbei.

Ich vermute aufgrund der Zusammenhänge mit Angstpatienten und Schilddrüse ebenfalls eine Wirkung der GABA-Mechanismen. Auch bei Magnesiummangel kommt es zu Herzrasen und Herzrhythmusstörungen. Ob es nur die Nerven waren oder ob es wirklich Herzrhythmus-Störungen waren, weiß ich jedoch leider bis heute nicht. Dazu hätte ich wohl ein Dauer-EKG mit aufwändiger und meist ungenauer Auswertung machen müssen.

Das Happy End

Mentale Übungen und Magnesium haben mit in den letzten Monaten geholfen, auch diese Phase zu überwinden. (Hier sind alle Informationen zu meinen Therapieversuchen gegen die Ciprofloxacin Nebenwirkungen)

Ich führe ein Tagebuch, in dem ich jeden Tag die positiven Momente fest halte. Die Konzentration auf das schöne und positive im Leben hat meine Stimmung besser aufgehellt als jedes Nahrungsergänzungsmittel. Ich bekomme zur Zeit keine Infusionen mehr. Ich nehme nur immer noch Magnesium, um das Defizit in meinen Zellen langfristig auszugleichen.

Ich trainiere gemäßigt aber regelmäßig meinen Körper um in Zukunft solche Belastungen besser weg stecken zu können. In meiner Theorie sind die hier geschilderten Erscheinungen nämlich überhaupt keine Nebenwirkungen auf Ciprofloxacin (oder jedes andere Chinolon Präparat).

In meiner laienhaften Erklärung sind die Symptome, die ich durchleben musste, das Resultat einer ungünstigen Prädisposition (hohe Stressbelastung, Magnesiummangel, schlechter GABA-Haushalt, wenig körperliche Leistungsfähigkeit). Das Ciprofloxacin hat mir also „nur“ den Todesstoß gegeben. Es verschlechtert die Leistungsfähigkeit der GABA-Rezeptoren noch weiter und es verdrängt das Magnesium aus den Zellen.

Meine Achilles-Sehnen schmerzen immer noch an manchen Tagen, manchmal habe ich auch noch Probleme mir den Augen und sehe unscharf oder sehe Doppelbilder. Ich weiß dann, dass wieder eine kleine Welle an Symptomen kommt. Ich bin aber inzwischen auch sicher, dass diese Welle nach wenigen Tagen wieder vorbei ist.

Die Wellen werden immer kleiner und ich bin sicher, in einigen Wochen oder wenigen Monaten ist der Spuk vorüber.

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31 Gedanken zu „Monat 6-10

    • Hallo Udo, die exakte Dosierung kenne ich leider nicht. Ich habe abwechselnd Viitamine, Alpha Liponsäure und Glutathion bekommen. In der schlimmsten Phase fast jeden Tag über 6 Wochen lang.

      • Seit wann hast du eigentlich angefangen Magnesium zu nehmen, also in welcher Woche?

        Hast du vor Cipro schon mit Magnesium supplementiert?

  1. Hallo

    Deine Website ist super, das könnte meine Geschichte sein!!

    Wie geht es dir heute?
    Ich habe es Anfang August genommen und immer noch Schlafstörungen, mit Herzrasen und Zittern.

    Wie hat sich deine Sehstörung gezeigt?
    Ich sehe nur in der Ferne sehr verschwommen.

    Danke vorab
    Dagobert

  2. Ich habe vor 2 Wochen auf der Rettungsstelle von der Chefärztin cipro Bay 500 mg, 1-0-1 am Tag verschrieben bekommen. Ich bin hart im Nehmen, aber was ich heute Nacht erlebte, war Todesangst. Ich habe es noch nicht ganz realisiert. Werde mich mit Sicherheit wieder melden. LG Petra

  3. Lieber Leidensgenosse,
    auch ich wurde im April/Mai wegen eines Leberabzesses unklarer Ursache mit Cipro behandelt. Gott sei Dank, habe ich ohne Operation überlebt. Die Nebenwirkungen haben mich nicht so stark getroffen, wie manche von euch. Aber bis heute leide ich unter schmerzhaften Sehnenentzündungen in der Leiste.Unmittelbar nach Absetzen von Cipro konnte ich fast gar nicht laufen, so schmerzten alle Sehen in den Beinen. Die Beschwerden werden von den meisten Ärzten nicht im ursächlichen Zusammenhang mit Cipro gesehen. Hoffentlich ändert sich das bald. ALLEN GUTE BESSERUNG!

    • Ich war gerade bei einem Orthopäden, der noch nie von Fluorquinolone induzierten Gelenk-und Sehnenschäden, Sehnenrissen gehört habe! Die Studien, die ich mitgebracht hatte, haben ihn Null interessiert, er habe nicht ein Mal ein Auge darauf geworfen!

      Laut Literatur (PubMed) erleiden 40 % der FQ Geschädigten mit Sehnenentzündungen einen Sehnenriss und 10% behalten dauerhafte Sehnenschäden.

      Und Ärzte warnen nicht die Patienten, bevor sie diese FQ verschreiben!!!!!

      • Hallo Francoise
        Hört sich an als ob Du mit meinem Orthopäden geredet hast, Meiner nahm
        eine Abwehrhaltung ein, daß ich schon dachte ich wäre auf eine Verschwörung gestoßen.
        So kenne ich ihn überhaupt nicht, mit ihm war es eigentlich immer ein Miteinander.
        Gruß Tom

      • Liebe Francoise, lieber Tom, liebe Leidensgemeinde,

        diese Reaktion der Ärzte habe ich nunmehr öfter auch von meinen Ärzten erlebt.
        Abwiegeln, Relativieren, Negieren, gegenteilige Statistiken aus dem Ärmel ziehen und überhaupt: Alles Quatsch, Ihr dummen Patienten!

        Tja, da schreit die Arroganz oder Überheblichkeit der Ärzte doch ziemlich laut.

        Mein Fazit:
        Solange der monetäre Vorteil beim massenhaften, unbedachten Verschreiben dieser Medikamente seitens der Ärzteschaft überwiegt, ist Toleranz kein Problem, basta! (frei nach Herrn J.Becker)

        Durchhalten und nicht verzagen!!!

  4. Cipro ist fies. Kann einem wohl das Leben retten, aber die Nebenwirkungen sind nicht ohne. Bei mir waren es Ende April nach einer leichten Nebenhodenentzündung zwei Wochen lang Ciprofloxacin, nachdem die Symptome nach dem ersten Antibiotikum eine Woche später wiederkamen. Kreislaufprobleme waren so die primäre Nebenwirkung; nach zwei Tagen auf dem Zeug hatte ich Nachts eine Panikatacke oder wie man das auch immer nennen mag. Hochgeschreckt, Puls von über 100 und Blutdruck >140 zu nochwas (normal habe ich tagsüber sowas wie 105..120 zu 70..80 bei Ruhepuls von 50..60).
    Am nächsten Tag zum Arzt gegangen, der meinte „da müssen se durch“. Dachte mir damals „ok, wenn hilft“.
    Die Nebenwirkungen waren dann auch genau vorhersehbar: ca eine Stunde nach Einnahme ging die Körpertemperatur etwas runter, dann kanem sowas wie drei Stunden Ruhe ohne merkbare Symptome, dann gings mit der Teperatur rauf auf 37,5 und der Blutdruck nebst Puls auch, dann anch so ca 12h also zu nächten Dosis war dann alles wieder normal. Gegen Ende der Behandlung hatte ich beim gehen schon nach ein paar hundert Metern schmerzende Sehnen, hatte damals dann aber zuende genommen, war eh nur noch ein, zwei Tage übrig. Dabei hatte ich auch die oben beschriebenen Probleme, dass das Herz scheinbar einfach mal einen Slag ausgelassen hat.
    Nach Absetzen gingen die Symptome dann aber auch direkt weg, wir haben hier sehr Magnesiumhaltiges Wasser, das dürfte geholfen haben. Dann war paar Monate Ruhe, dann und wann ein paar leichte Kreislaufbeschwerden, nichts wildes, dafür öfters müde und abgeschlagen.
    Nun, kurz vor Weihnachten plötzlich abends Herzprobleme bekommen zuerst mal auf zu viel Koffein geschoben, nach circa 15min mit hohem Blutdruck und Unruhe gings dann auch wieder vorbei. Ein paar Tage drauf gings dann so wild (unregelmäßiger Puls, dazu Schlagaussetzer, Schmerzen in der Brust, hoher Blutdruck), dass ich mich nachts noch ins Krankenhaus hab fahren lassen. Dortige Aussage: EKG absolut OK, leichte Arrythmie (die war bekannt und ist ungefährlich, hat wohl bald jeder zweite) und seltene Extrasstolen (auch bekannt und hat fast jeder). Damit wieder heimgeschickt worden, mit Ansage „gehen sie aber ncohmal zum Arzt damit, Langzeit-EKG machen lassen“.
    Nachdem ich heute dann ein paar solche Herzstolperer hatte (zufällig grad den Puls gefühlt, als es auftrat) kam mir dann so dunkel „das hatteste doch schon mal so ähnlich…“. Puls bumm–bumm–bumm—————–bummbumm–bumm–bumm, dabei kurzer Schwindel beim Aussetzer.
    Das passt zu den hier beschriebenen Symptomen 1:1. Habe vorm Fest noch einen Termin beim Kardiologen bekommen, mal sehen, was der so meint, ob was mit der Pumpe sein kann oder ob der wie das KH feststellt „da ist eigentlich alles OK“.

    • Der Kardiologe hat am 23.12. alles als „in Ordnung“ abgestempelt, hatte die Tage dann nochmal Langzeit-EKG (heist das eigentlich so, weil man da so lange drauf warten muss? :-/ ). Mal sehen, was da dann rauskommt (hab aber wohl Nachts das Kabel von einer Elektrode abgezappelt).

      Jedenfalls sind die Symptome mal wieder fast weg, nur etwas arg Müde. Ich gehe mal von aus, dass mich nochmal ein, zwei Schübe erwarten, wo es echt übel ist und hoffe, das der Mist dann – nach fast einem Jahr – auch endlich mal wieder vorbei geht.

      Wobei ich bis jetzt bei meiner Aussage bleibe: Cipro ist ein Reserveantibiotikum und sollte das auch bleiben. Es ist gut, dass es das gibt, aber absolut unverantwortlich, das einfach mal so auf Verdacht zu verabreichen.

  5. Zum Jahreswechsel hatte ich eine Seitenstrangangina, die von einer Bronchitis und einer Harnwegsinfektion begleitet wurde. Die Notfallpraxis, die ich zwischen den Feiertagen aufsuchte, verschrieb mir Cipro Basics 250, die ich über 10 Tage einnehmen sollte. Sofort nach der 1. Einnahme stellte sich extremer Schwindel, starke Magenschmerzen und Herzjagen ein. Dennoch habe ich das Medikament 10 Tage eingenommen, ohne zu ahnen, was ich mir damit antue. Est jetzt, nachdem fast 3 Wochen seit der Einnahme vergangen sind und es mir immer schlechter geht, habe ich angefangen zu recherieren und habe diese Seite gefunden. Ich bin immer noch fassungslos über die Berichte, die ich hier gelesen habe.
    Mir geht es nicht ganz so schlecht, wie vielen von Ihnen; noch nicht..!!! Die Vorstellung, dass sich gravierende Nebenwirkungen noch lange nach Absetzen des Medikamentes einstellen können, macht Angst und wütend. Wütend auf Ärzte, die dieses Medikament mit dem Wissen verschreiben, dass es nicht bei allen Bakterienstämmen wirkt und es trotzdem verordnen, als wären es Kamellen, ohne auf die Risiken aufmerksam zu machen. Viel schlimmer, die Nebenwirkungen werden bei Nachfrage bestritten und runter gespielt.
    Zur Zeit bestehen bei mir folgende Nebenwirkungen: Schwindel, Magenschmerzen und Übelkeit, ein Gefühl völliger Benommenheit und Gangunsicherheit, starkes Schwitzen im Wechsel mit Schüttelfrostartigen Symptomen, Schmerzen der Achillessehne, Sehstörungen mit „Russsehen“, Verschwommensehen und Einblutungen im Augenglaskörper, Kribbeln in den Armen und Händen, Haarausfall..
    Nachdem mein Hausarzt die Nebenwirkungen ignoriert und auf die Psyche schiebt, wechsel ich jetzt zu einer Ärztin, die nahe an der Naturheilkunde praktiziert und diesem Problem hoffentlich aufgeschlossen gegenüber steht. Es ist nicht zu fassen, wie fahrlässig Ärzte mit Antibiotika umgehen, ohne Keim-/Bakterienstämme vorher zu bestimmen.
    Ich bin froh, diese Seite gefunden zu haben; jetzt weiss ich zumindest für die Zukunft, worauf ich bei Antibiotikaverordnungen zu achten habe. Zudem habe ich hier wertvolle Hinweise für eine Therapie finden können; dafür vielen Dank an den Verfasser dieser Seite.
    Allen, die unter den Nebenwirkungen dieser „Arzneien“ leiden wünsche ich alles Gute und ich hoffe, dass es Ihnen allen bald besser geht.

  6. Hallo Alexander
    mir wurde vor einer Woche versehentlich Ciprofloxacin in Kombination mit nicht steroidalem Antireumatikum verabreicht. Ich nahm die Tabletten insgesamt 3 Tage und hatte danach heftigen Schwindel, Herzrasen, Angstzustände, zittern etc. – ich ging am nächsten Tag zu einem Heilpraktiker um das Mittel mit Hilfe von Bioresonanz abzuleiten. zwei Tage war ich ohne Symptome. am Samstag erneut Schwindel/Herzrasen. Habe dann deine Seite aufgesucht / danke!! – nehme seit Samstag Magnesium, da das anscheinend hilft. Schwindel/Herzrasen habe ich heute keinen mehr, dafür Konzentrationsschwäche beim Arbeiten und Wadenkrämpfe. Ab wann hast du mit Magnesium angefangen zu nehmen? Verspürtest du ab dann eine Linderung der Symptome oder ging es einfach immer weiter, muss man es einfach nur ertragen? :/.
    Danke für deine Antwort!

    Liebe Grüsse
    Isabelle

    • Liebe Isabelle,
      die Nebenwirkungen halten sich hartnäckig. Zwischendurch gibt es den einen oder anderen Tag, an dem es etwas besser ist. Das ständige Schwindelgefühl und der Druck im Kopf sind beeinträchtigend. Längere Fusswege nicht möglich, wegen der Schmerzen in der Achillessehne. Missempfindungsstörungen und Taubheitsgefühle in der Nacht rauben den Schlaf. Bisweilen Herzjagen und Angst. Da ich weiß woher es rührt versuche ich, mich nicht weiter verrückt zu machen. Ich versuche mit Magnesium, Vitamin B-Complex, VitaminC gegen zu steuern. Das Magnesium scheint eine positive Wirkung zu zeigen; die Muskelschmerzen und Wadenkrämpfe sind zurück gegangen. Die Praxis meiner neuen Hausärztin ist zu allem Unglück für 3 Wochen geschlossen und die Heilpraktikerin, bei der ich eine Ausleitung vornehmen lassen will, hat erst am 18.2.15 Zeit für mich.
      Ich finde es erschreckend, dass ein einziges Medikament so krank machen kann und man im Nachhinein mit den Folgen alleine gelassen wird. Schulmediziner streiten die Zusammenhänge ab und die Kosten für eine Behandlung beim Heilpraktiker sind nicht unerheblich. Für mich als Rentnerin nicht so einfach zu stemmen.
      Bleiben wir zuversichtlich. Alles Gute für Dich

      liebe Grüße – Erika

  7. Hallo zuammen,

    am 16.01.15 (siehe Kommentar weiter oben) war ich noch der Meinung, nicht allzu stark von Nebenwirkungen durch Ciprofloxacin betroffen zu sein. Heute, Ende Februar, geht es mir durch die kontinuierliche Zunahme der Nebenwirkungen immer schlechter:

    – Herzrasen / Herzstolpern
    – plötzliche Panikattacken (besonders wenn das Herz mal wieder rast)
    – Blutdruckerhöhung / starke Schwankungen
    – ungewohnte Körperliche Schwäche und Müdigkeit
    – Kurzatmigkeit bei geringster Anstrengung, selbst kurze Wege sind eine
    Herausforderung
    – Belastbarkeit auf ein Minimum abgesunken, extreme Müdigkeit
    – Kribbeln und Taubheitsgefühle im Gesicht, den Beinen, Händen und Armen
    – Einschlaf-/Durchschlafstörungen weil Arme und Beine einschlafen
    – Innere Unruhe
    – Sehnenschmerzen Achillessehne, Schultern, Beinen, Armen
    – Schwindel und Sehstörungen
    – Starkes Gefühl der Benommenheit (Leere im Kopf)
    – Konzentrationsschwierigkeiten
    – Hormonregulierungssystem vollkommen ausser Kontrolle (Ergebnis einer Speichel-
    untersuchung in einem Speziallabor)
    – Magen- und Darmprobleme

    Alles in Allem ist mein Leben, dass ich 2014 noch hatte, erst einmal vorbei. Ich fühle mich hilflos und allein gelassen. Der augenblickliche Zustand macht Angst, weil ich nicht weiß, wass mich noch erwartet. Schulmediziner wissen nichts über die schädliche Wirkung der Fluorchinolone und interessieren sich auch nicht für die Erkenntnisse, die man selbst durch Recherchen gewonnen hat und ihnen vermitteln möchte. Ich denke, meine Hausärztin hält mich inzwischen für eine Hypochonderin oder für hysterisch, weil EKG etc. ja keine Befunde zeigen.
    Eine sinnvolle Anlaufstelle könnte das ibf-institut nahe Reutlingen sein. Dort forscht man in Richtung Medikamentensicherheit und Medikamentenschäden; entwickelt sog. individuelle Antidots, um den schädlichen Nebenwirkungen von Medikamenten entgegen zu wirken. Aber wie überzeugt man den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker zu einer Kooperation mit diesem Institut?

    Meine Heilpraktikerin hat mir u.a. Methylcobalamin Nasenspray verschrieben. Das ist ein hoch bioverfügbares Vitamin B12. Zudem versuchen wir u.a. über Bioresonanz das aus dem Lot geratene Hormonsystem positiv zu beeinflussen. Eine Ausleitung ist im Moment eher kontraindiziert, weil mein Allgemeinzustand zu schlecht ist und das Verfahren eine zusätzliche Belastung bedeutet. Spezielle Laboruntersuchungen, Naturheilpräparate und die Heilpraktikerin selbst kosten erheblich. Mein Kontostand befindet sich inzwischen in der gleichen desolaten Verfassung wie ich selbst.

    Wenn man diese Erfahrungen macht, dann erscheint einem das geltende Gesundsheitssystem als krank und als eine einzige Farce.

    Viele Grüße an alle Betroffenen
    Erika Weber

    • Hallo Isabelle,

      nun sind 6 Monate seit deinem letzten Kommentar her . wie geht es dir jetzt ? Sind die Nebenwirkungen verschwunden ?

      Lg

      • Hallo Dimitri. Sorry, dass ich mich so verspätet melde. Die Nebenwirkungen treten in abgeschwächter Form Schubweise auf. Es ist lange nicht mehr so heftig wie Anfangs. Ab und an wieder die Schmerzen in den Gelenken, schneller Puls, Schlafstörungen, extreme Müdigkeit…Ich nehme ausser Magnesium keine NEM’s mehr. Es sind jetzt 7.5 Monate her seit der Einnahme, aber ich denke dass es noch etwas dauern könnte.
        Wie geht es euch?
        LG
        Isabelle

  8. Hallo,
    ich habe im Januar 2015 Avalox (Moxifloxacin) bekommen, nach der 3.Tablette heftigste Depressionen und Angstzustände, total andere Wahrnehmung (als wäre ICH nicht mehr ICH) dies dauerte 2 Wochen. ich habe das Medi damals sofort abgesetzt. seither habe ich mehrere solche Schübe durchgemacht, hatte Suizidgedanken. es war die Hölle. hoffe das Zeugs geht irgendwann aus dem Körper.

      • Hallo. Ich habe vor 2 jahren nach der 2. Avalox tablette genau dasselbe wie Patrick durchgemacht. Seither ist alles anders. Alle paar wochen depressionen und totale vergesslichkeit. Und das gefühl nicht meht ICH zu sein. Das präparat wirkt sich nachhaltig zerstörerisch auf den körper aus. Unglaublich was die pharma an uns alles testen „darf“.

  9. Guten Abend, ich bin über Sanego auf dieser seite gelandet und bin total geschockt! Ich bin am 11.12.2015 als Notfall in der Urologie gelandet!Akute Blasenentzündung mit verdacht auf Nierensteine und Koliken! Blasenentzündung hatte sich bestätigt also wurde ein Antibiotika angesetzt!Ich habe dann 2tage lang 2× 250mg Ciprofloxacin verabreicht bekommen! Als ich dann nach 2 tagen nach Hause konnte bemerkte ich das meine Knochen und Muskeln schmerzten.Ich muß dazu sagen ich habe Arthrose in den knien und habe schon künstliche Teilgelenke re.und li.!Desweiteren wurde mir im gleichen KH am 11.11.2015 die Schilddrüse komplett entfernt! Also habe ich die ploetzlichen Beschwerden erstmal darauf zurückgeführt! Aber abends bekam ich dann Angstattacken,Panik,Schwindel und kurzatmigkeit kam noch dazu! Draufhin habe ich das Medikament gegogelt und was ich zu lesen bekam hat mir echt die Füße weggehauen! Da ich Montagmorgen zum Hausarzt mußte um ein Rezept für die weiternahme des Medikamentes zu holen hatte ich mir schon die richtigen Worte zurecht gelegt! Ich kam nur nicht dazu,meine Hausärztin war schon von der Klinik angerufen worden das ich auf garkeinen fall das Ciprofloxacin weiternehmen dürfe! Da wäre ein bedauerlicher fehler unterlaufen! Na da war ich platt, im Moment habe ich noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen!Ich hoffe das es irgendwann aufhört! Also eins ist mal ganz sicher,ich werde ab jetzt alles hinterfragen wenn die Ärzte mir Medikamente verschreiben wollen!

    • Hallo petra, darf ich fragen welchen Grund das Krankenhaus angegeben hat? Warum sollten Sie das Ipro auf gar keinen Fall nehmen? Schilddrüse? Oder andere Gründe? Vielen Dank und alles Gute!

      • Ja meine Hausärztin sagte mir das dieses Antibiotika bei fehlender Schilddrüse nicht eingesetzt werden darf weil es zu Komplikationen und heftigen Nebenwirkungen kommen kann! Naja das hatte ich dann ja auch schon ohne Arzt bemerkt!

        • Oh mein Gott…ich habe keine Schilddrüse mehr!!!!! Und habe das Medikament verschrieben bekommen…da wundert micha nichts mehr…

  10. Hallo zusammen,

    mich hat das Ciproheaxal 2008 aus den Schuhen gehauen. Habe fast ein Jahr vor Schmerzen in den Sehnen nicht laufen können, habe eine schwere Depression bekommen und war kurz vorm Suizid, obwohl ich eigentlich ein lebensfroher Mensch bin. Hab dann irgendwann alle Schmerzmittel weggelassen und auf Naturheilverfahren umgestellt. Mache noch heute jeden Tag Ölziehen und Bürstenmassagen, um das Gift auszuleiten. Geholfen hat mir schwimmen im warmen Solebad, Magnesium und seitdem ich Siliceagel einnehme hab ich noch mal eine große Verbesserung erzielt. Kann zwar viele Dinge noch immer nicht tun ( Tanzen, Joggen usw) aber bin sehr dankbar für den jetzigen Stand der Dinge. Freue mich sehr über diese Seite, denn damals habe ich vergeblich im Netz nach Hilfe gesucht.Ich wünsche allen die betroffen sind gute Besserung und nur Mut, man kann das Ganze überwinden.

  11. Hallo, meine Name ist Ronny 33 Jahre alt.

    Habe am 5.9.16 als Notfall patient Travanic 500mg verschrieben bekommen. Seit der letzten Einnahme, ist mein Leben nicht mehr das was ich einmal hatte.

    Es begann alles mit einem beklemmungsgefühl im Brustkorb. Das ganze ging 2 Tage. Als wie Abends in Krankenhaus sind sagte der Arzt das alles in Ordnung wäre. Ich dachte natürlich an einen Herzinfarkt. 3 Tage später bekam ich wären der Autofahrt ein komisches Gefühl mit einem Ruck durch den ganzen Körper mit druck im kopf sowie kurz verschlossenen Ohren und anschließender Angst/Panikattake. Wieder ins Krankenhaus und tata nichts es wäre alles okay das könnte schonmal passieren bei einem drohenden Grippeinfekt. Dann übers Wochenende, das grauen für mich. Schmerzen wie ich sie so noch nicht hatte mit psychischen Stress vor Angst. Tage später wieder beklemmungsgefühl und wieder ins Krankenhaus dort wollte der Arzt mich in die Psychiatrie einweisen lassen aufgrund Hyperhondrie. Dort wurde ich erstmal baff das man so von mir dachte. Tag drauf beim Hausarzt bekam ich nur ein Rezept für Anti Depressiva. Was ich aber nich nahm sondern wechselte den Hausarzt dieser nahm sich erstmals Zeit für mich und hörte mir erstmals zu zwecks Nebenwirkungen. Auch ein Psychiater glaubte mir das es davon kommen kann. Nun hab ich immer wieder Kopfschmerzen, Muskelschmerken stechende schmerzen und leichtes krippeln in Füßen und Beinen sowie Händen. Manchmal habe ich leichte Sehschwäche (Augen arzt sagt es wäre top) Nasennebenhölenentzündung dafür bekomme ich jetzt Nasenspray dadurch leichtes druckgefühl auf de ohren aber nur gelengentlich.

    Das einzigste was ich momentan nehme ist nach Bedarf Novalgintropfen, sowie Vitamin C zum Auflösen in Wasser aus dem Drogeriemarkt.

    Habt ihr noch irgendwelche Tipps was ich meiner Ärztin sagen kann damit man mich nicht auf die pscho-somatischen schiene drückt, Bzw was mir weiter helfen könnte. Möchte wieder normal Leben können. Ohne diese ganzen Schmerzen und ohne das ich meiner Frau täglich mein Leid klagen muss.

    Danke schonmal fürs zuhören und lesen.

    • Leider habe ich keinen Tipp für dich. Ich habe gerade einen heftigen Rückfall. Diesmal mit Blutdruckschwankungen, für die ich einen Blutdrucksenker nehmen muss. Eine Herzuntersuchung steht noch aus. Ich habe meiner Ärztin einen Zettel mit den vor 14 Monaten gemeldeten Nebenwirkungen gegeben. An die Nebenwirkungen glaubt sie nicht, es muss eine andere Ursache in ihren Augen geben. So werde ich zum zweiten Mal auf alles Untersucht und ich denke es wird wieder kein Ergebnis geben. Die Blutdruckschwnkungen werden dann wieder als Stress abgetan. Man wird auch mich irgendwann auf die Psycho Schiene schieben, aber im Augenblick ist es mir egal.
      Ich kämpfe jetzt mit dem Cipro Nebenwirkungen seit 15 Monaten und so langsam geht mir die Kraft aus. Normal Leben wird irgendwann wieder gehen, ich hatte schon bessere Phasen, aber auch schlechtere……
      Es gibt die guten und die schlechten Tage……
      Vielleicht gibst Du Deiner Frau die Lebensgeschichten zu lesen.
      Sie wird dann sehen, das es manchen noch viel schlimmer geht…..
      Ich wünsche Dir alles Gute und baldige Besserung.

  12. ….tja, money makes the world go round…!!! Da wiegt das Argument der Geldkoffer halt schwerer als das Wohl der Patienten.
    Da will ich keinem Lobbyisten oder gar der gesamten Pharmaindustrie auf den Schlips treten; aber ich glaube sicher, dass der Wind von hierher weht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…!

    F.M.
    (gefloxter Leidgenosse von allen Foristen hier)

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