Erklärungsversuche

Ich bin kein Mediziner, kein Forscher und kenne mich nicht aus mit dem menschlichen Körper. Aber ich habe ein gutes Körperbewusstsein, habe inzwischen tonnenweise Material gelesen und zahlreiche Beobachtungen gemacht.

Zu meinen wichtigsten Erkenntnissen gehören folgende Beobachtungen:

  • Sämtliche Nebenwirkungen haben hohe Ähnlichkeiten mit Autoimmunerkrankungen
  • Stress und Magnesium haben großen Einfluss auf die Symptome
  • Antioxidantien helfen bei akuten Symptomen

1) Autoimmunerkrankungen

In den Kommentaren lese ich immer wieder von Ärzten, die eine Autoimmunerkrankung diagnostizieren, für viele kommt diese Diagnose völlig überraschend. Ich will gar nicht wissen, wie viele Opfer von Ciprofloxacin Nebenwirkungen irrtümlich mit einer irreversiblen Autoimmunerkrankung diagnostiziert werden. Einige Beispiele:

  • Hashimoto (Schilddrüse): Viele Symptome von Hashimoto passen zu denen der Ciprofloxacin Nebenwirkungen, unter anderem: Lichtempfindlichkeit, Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, Schwitzen, Zittern und Herzklopfen bei einer Schilddrüsenüberfunktion sowie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Wortfindungsstörungen, Depression, Herzstolpern, Haarausfall, leichtes Frieren und Kribbeln an Händen und Füßen.
  • Entzündlich rheumatische Erkrankungen: Auch hier sind viele Symptome sehr ähnlich, zum Beispiel: Schmerzen in Gelenken, Morgensteife, schubweise Auftretend, Sehnen- und Gefäßentzündungen
  • CIDP (Nerven): die Ähnlichkeiten sind auch hier vorhanden, u.A.: Müdigkeit, Lähmungen, Muskelschwäche, Kribbeln, eingeschränkte Feinmotorik, Zittern, etc.

Ich habe die Erkrankungen nicht verlinkt, das Lesen der Symptome ist für viele mit Ciprofloxacin Nebenwirkungen sehr verängstigend. Eines haben diese Erkrankungen jedoch gemeinsam: Es gibt eine schubweise oder dauerhafte Verschlechterung.

Dies kann ich bei mir nicht beobachten – nur die Symptome sind identisch.

Dies spricht für mich für eine Beteiligung des Immunsystems und erklärt auch, warum die Beschwerden so lange anhalten: Es hat eine genetische Schädigung von Zellen gegeben, die zur „Umprogrammierung“ des Immunsystems führt.

Die entzündlichen / oxidativen Prozesse, die daraufhin stattfinden „fressen Magnesium“. Sie sind aber das Resultat und nicht die Ursache der Ciprofloxacin Nebenwirkungen.

2) Stress und Magnesium

Stress (u.a. durch Ängste) hat starken Einfluss darauf, wie sich die Nebenwirkungen entwickeln. Ohne Stress geht es mir grundsätzlich besser. Ich habe eine Vermutung, dass das Ciprofloxacin eine ohnehin schon vorhandene Schwäche meines Köpers weiter verstärkt, denn ich bin nicht besonders „stressresistent“.

Daher haben bei mir Meditation und autogenes Training eine so gute Wirkung auf die Symptome und den Verlauf der Nebenwirkungen gehabt.

Ich würde sogar so weit gehen und vermuten, dass daher auch besonders viele „Sportler“ betroffen sind. Sport erhöht den oxidativen Stress und braucht viel Magnesium.

Das ist die zweite Voraussetzung, die bei mir bereits vor der Einnahme von Ciprofloxacin vorhanden war: Ich hatte wahrscheinlich auch vorher bereits Magnesiummangel.

Wenn nun alles zusammen trifft:

  • Stress oder viel Sport,
  • Magnesiummangel
  • und Ciprofloxacin

dann reichen die körpereigenen Reserven nicht mehr aus und es kommt zu Symptomen. Auch dies erklärt das schubweise auftreten. Schübe treten bei mir immer auf, wenn ich zu wenig Magnesium zu mir nehme oder meinen Körper sportlich zu sehr beanspruche oder Alkohol trinke.

Interessanterweise gibt es zahlreiche Studien über Magnesium. Diese belegen unter anderem positive Wirkungen gegen entzündliche Prozesse – auch bei Autoimmunerkrankungen. Das kann kein Zufall sein…

Letzter Punkt:

3) Antioxidantien

Ich habe beobachtet, dass Antioxidantien bei akuten Schüben eine sehr gute Wirkung haben. In der schlimmsten Phase der Ciprofloxacin Nebenwirkungen, in den ersten 6 Monaten, habe ich fast täglich Infusionen mit Glutathion, Alpha-Lipon-Säure und Vitamin-C erhalten. Alles drei sind extrem starke Antioxidantien – vor allem, wenn sie intravenös verabreicht werden.

Ich will nicht wissen, wie es mir ohne diese Infusionen gegangen wäre!

Auch heute noch helfen mir Antioxidantien sehr beim Auftreten leichter Symptome. Die beste Wirkung von allen Stoffen hat liposomales Glutathion. Die liposomale „Verpackung“ des Wirkstoffs hilft dabei eine hohe Verfügbarkeit herzustellen. In Tablettenform wird der Wirkstoff durch die Verdauung zerstört.

Liposomale Nahrungsergänzungsmitteln sind daher für mich zu einer guten Alternative für Infusionen geworden. Leider sind sie recht teuer.

Auch hier passen die Mechanismen für mich zusammen:

  • Immunreaktionen sorgen für oxidativen Stress
  • Antioxidantien mildern den oxidativen Stress
  • dadurch werden die Symptome gemildert

All das kann den Mechanismus der Ciprofloxacin Nebenwirkungen nicht komplett stoppen. Dieser liegt deutlich tiefer irgendwo in einer genetischen Veränderungen. Deshalb wird auch immer wieder über Mitochondrien etc. gesprochen.

Fazit:

Das Ciprofloxacin ist tatsächlich nach wenigen Stunden oder Tagen nicht mehr im Körper. Ich bin mir inzwischen auch recht sicher, dass es nichts mit Fluor oder einer Fluorvergiftung zu tun hat – wenn doch, ist dies nur ein weiterer Baustein in der Veränderung der DNA.

Die Nebenwirkungen sind ein Resultat eines modifizierten Immunsystems.

Vielleicht schafft es ja irgendwann ein Forscher, die Zusammenhänge besser zu erforschen.

Was sind Eure Meinungen und Beobachtungen?

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