Therapie

Heute weiß ich, dass es nicht „die eine“ Therapie gibt. Alle Behandlungsmethoden habe ich selbst bei unterschiedlichen Ärzten ausprobiert. Vieles habe ich im Internet gelesen und im Selbstversuch getestet. So kam ich zu dieser Liste von Therapien, die bei mir persönlich funktioniert hat.

Intravenöse Therapie

In den ersten drei Monaten halfen mir die Infusionen mit

  • Alpha-Liponsäure
  • Vitamin C
  • Vitamin B6/B12
  • Glutathion

geholfen. Vor allem Infusionen mit Glutathion scheinen ein wirksames Mittel zu sein, da es bei der Entgiftung neurotoxischer Substanzen hilft:

http://www.medicationsense.com/articles/jan_dec_08/toxicity070508.html

Orale Nahrungsergänzungsmittel

Geholfen haben:

  • Q10 Tropfen (oral – wird besser aufgenommen) und schätzt die Zellen vor dem oxidativen Stress
  • Vitamin B Komplex (Nerven)
  • Vitamin E und D (Stimmung)
  • Magnesium (das hat eine besondere Rolle)

Glutathion und Alpha-Liponsäure zeigten oral eingenommen keinerlei Wirkung. Es ist wissenschaftlich umstritten, ob diese Stoffe überhaupt vom Darm aufgenommen werden können. Es gibt inzwischen jedoch liposomal verkapseltes Glutathion (einfach googlen) – über die Wirksamkeit kann ich aber nicht urteilen.

Magnesium scheint eine zentrale Rolle bei den Nebenwirkungen zu spielen. Ich habe inzwischen heraus gefunden, dass sich Magnesium und Ciprofloxacin gegenseitig blockieren können. Meine eigene, laienhafte Theorie ist die, dass die Nebenwirkungen von Ciprofloxacin auf einem intrazellulären Magnesiummangel beruhen.

Mehr dazu auf der Seite „Ciprofloxacin Nebenwirkungen und die Rolle von Magnesium

Psychologische Behandlungsmethoden

Dauerhaft und nachhaltig haben mir autogenes Training und Meditationsübungen sehr geholfen, die negativen Gedanken und Ängste zu verdrängen, die die Nebenwirkungen mit sich bringen. Im Verlauf der letzen Monate habe ich gemerkt, dass mich vor allem ein Tagebuch mit positiven Gedanken sowie mehrere Sitzungen mit Hypnose-Therapie nachhaltig widerstandsfähiger gemacht haben.

Sport und Bewegung

Regelmäßige Bewegung hilft vor allem dabei, die psychischen Nebenwirkungen von Ciprofloxacin im Zaum zu halten. Zu starker Sport hat jedoch leider bei mir stets zu einem stärkeren Rückfall geführt, wahrscheinlich aufgrund der Rolle von Magnesium bei der ganzen Sache.

Gesunde Ernährung, kein Koffein

Fluorchinolone greifen stark in den Stoffwechsel ein. Koffein wird z.B. deutlich langsamer abgebaut (http://www.medscape.com/viewarticle/418295_4) daher verzichte ich seit dem Erlebnis von Herzrhytmusstörungen komplett auf Koffein.

Der Verzicht auf Alkohol ist hilfreich, da Alkohol intrazelluläres Magnesium aus dem Körper schwemmt (tatsächlich hatte ich während der schlimmeren Phase oft eine Art Katergefühl ohne Alkohol getrunken zu haben). Der Köper braucht seine Kräfte und der Verzicht auf ungesundes (vor allem schweres / fettes) Essen hilft bei der Regeneration.

Weitere Therapieansätze finden sich hier und hier

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110 Gedanken zu „Therapie

    • Bei mir wurden mittels MRT Gliosen festgestellt… Ob diese von meiner Cipro Kur verursacht wurden kann man im nachinein nicht feststellen. Dazu habe ich keine MRT Aufnahmen aus der Vergangenheit…

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